Die 3 Wirkprinzipien
3. Energie, das unstoffliche Wirkprinzip
Jede Pflanze verfügt über ein lebensenergetisches System, das mit dem Menschen in Wechselwirkung treten kann. Wir kennen den Einfluss von positiver Zuwendung auf das Pflanzenwachstum. Bei der Verarbeitung einer Pflanze zu einem Heilmittel geht natürlich der Teil dieser Energie verloren, der die intakte, lebendige Gestalt als Substrat erfordert. Ein anderer Teil der Lebensenergie kann jedoch bewahrt werden und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtwirkung eines Arzneimittels. Die Bewahrung der Lebensenergie ist an zwei Voraussetzungen gebunden. Erstens an die Reinheit und Struktur des Stofflichen und zweitens an das Bewusstsein der verarbeitenden Menschen.
Reinheit und Struktur
Wirkstoffe entfalten auch dann noch eine Wirkung, wenn sie durch Zersetzungsprodukte verunreinigt sind. Im Gegensatz dazu erfordert die Lebensenergie eine grösstmögliche stoffliche Reinheit. Abbauprodukte und Störungen in der Flüssigkeitsstruktur, die bei industriellen Herstellprozessen zwangsläufig entstehen, erschweren oder verunmöglichen es, dass sich diese subtilen Fluiden bleibend mit dem stofflichen Substrat verbinden. Dies wird durch folgende Analogie verständlich: Eine Vase kann durch unsachgemässe Herstellung kleine Risse aufweisen. In diesem Zustand kann sie zwar noch als Behältnis für Sand taugen, jedoch nicht mehr als dauerhaftes Gefäss für das feinere Medium Wasser.
Man muss zwischen stofflichen Veränderungen unterscheiden, die durch unsachgemässe Herstellprozesse ausgelöst werden und solchen, die in der Pflanze natürlich angelegt sind. Die einen sind zu vermeiden, die andern im richtigen Mass zu fördern. Industrielle Herstellprozesse sind generell durch Beschleunigungstechnologien gekennzeichnet. Grosse Mengen müssen in wenig Zeit kostengünstig verarbeitet werden; dies gelingt nur mit Maschinen, die mit hohen Geschwindigkeiten arbeiten. Dabei zersetzt sich ein Teil der Inhaltsstoffe durch Oxidation oder durch Hitzeeinwirkung und die Struktur der Flüssigkeit wird gestört.
In der Ceres werden solche Prozesse vermieden. Unsere Basis ist die sorgfältige Handarbeit. Das bedeutet aber nicht ein Rückgriff auf frühere Zeiten. Alle Arbeitsprozesse werden mit modernem Fachwissen durchgeführt. Es ist eine hohe Professionalität in der pharmazeutischen Praxis erforderlich, die aber nicht zur Steigerung der Produktionsmenge und der Wirkstoffkonzentration eingesetzt wird, sondern zur Bewahrung einer hohen Reinheit. Andrerseits werden die in der Natur angelegten, stofflichen Veränderungen durch die Einräumung von genügend Zeit zur Reifung gefördert. Kein veredeltes Naturprodukt hat seinen höchsten Wert unmittelbar nach der Produktion. So wird ein im Ansatz guter Wein erst nach jahrelanger Reifung zu einem Spitzenprodukt.
Ceres-Urtinkturen reifen durchschnittlich zweieinhalb Jahre lang unter kontrollierten Bedingungen zum verwendungsbereiten Heilmittel heran. In dieser Zeit findet unter anderem eine wesentliche Abrundung des Aromas statt.
Bewusstsein
Die stoffliche Reinheit ist zwar eine wichtige Voraussetzung für die Verbindung mit den lebensenergetischen Fluiden, jedoch nicht die alleinige. Der Respekt der Mitarbeitenden vor allem Lebendigem ist eine weitere tragende Säule für die innere Qualität der Urtinkturen. Es muss ein Bewusstsein für die energetischen Aspekte der Pflanzen vorhanden sein. Die Lebensenergie der Pflanzen steht in Wechselwirkung mit der Haltung des Menschen.
So ist es nahe liegend, dass Unachtsamkeit oder gar Lieblosigkeit der Pflanze gegenüber zu einer Schwächung ihrer Energie, und damit auch zu einer Schwächung derjenigen Fluiden führt, die auf das Heilmittel übertragen werden können. Deshalb steht die Achtsamkeit bei der Verarbeitung in der Ceres im Mittelpunkt aller Prozesse. Dies erfordert auch einen bewussten Umgang mit der Zeit. Nur in einem spannungsfreien Arbeitsrhythmus ist die gewünschte Achtsamkeit überhaupt möglich.

