Aktuell

Neue Seminare und Betriebsbesichtigungen

Die Daten der Seminare und Betriebsbesichtigungen für 2010 sind ab sofort unter der Rubrik "Veranstaltungen" einsehbar.

Dilutionen


Aconitum

Der erhaben wirkende Blaue Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas. Sein gefährliches Gift wird bereits durch die Haut aufgenommen. Er wächst gerne in gebirgiger Lage auf nährstoffreichen, feuchten Standorten. Im Sommer, wenn sein vielblütiger, sehr schöner blauer Blütenstand mit den helmartigen Blüten erscheint, wird die ganze Pflanze ausgegraben. Die dunkelbraunen bis schwarzen, rübenförmigen unterirdischen Teile werden zusammen mit den oberirdischen Teilen verarbeitet.

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Allium cepa

Wer kennt ihn nicht, den scharfen, tränenreizenden Geruch und den brennenden Geschmack der Zwiebel? Schon beim Schneiden fliessen sofort die Tränen. Die frischen Zwiebeln, die eigentlich ein Speicherorgan aus unterirdisch wachsenden, zusammengestauchten Blättern darstellen, werden im Herbst ausgegraben und frisch verarbeitet.

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Arnica

Der nur im Gebirge vorkommende Berg-Wohlverleih meidet gedüngte Bereiche und kommt vor allem auf nährstoffarmen, feuchten Wiesen vor. Im Herbst wird der Wurzelstock der Pflanze vorsichtig ausgegraben, anschliessend gereinigt und sorgfältig getrocknet. Der bogenförmige bis S-förmige Wurzelstock mit dem aromatischen Geruch und dem beissenden, scharfen und auch bitteren Geschmack wird erst dann weiterverarbeitet.

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Belladonna

Die bis 1.50 Meter hoch werdende Tollkirsche findet man an hellen Stellen im Wald. Die in allen Teilen giftige Pflanze mit ihren nickenden, braunvioletten Blüten und den verführerischen, schwarz glänzenden Beeren wird am Ende der Blütezeit ausgegraben. Man verwendet die gesamte Pflanze inklusive ihrem dicken, walzenförmigen Wurzelstock.

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Berberis

Die dornige Berberitze mit ihren scharlachroten und sehr sauren Beeren wird im Herbst geerntet. Lediglich die getrocknete, aussen braune und innen gelbe Wurzelrinde mit ihrem herben Geruch wird zur Tinktur verarbeitet. Der gewaltige Ausmasse erreichende Wurzelstock der Berberitzen wird vorsichtig ausgegraben; an einigen Stellen wird dann die Wurzelrinde abgeschält.

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Chamomilla

Die Ernte der aromatisch duftenden, echten Kamille erfolgt im Sommer. Sie lässt sich von anderen Arten vor allem durch ihren hohlen Blütenboden unterscheiden. Sofern die Witterung trocken und sonnig ist, und sobald die weissen Zungenblüten herabgeschlagen sowie der Blütenboden aufgewölbt sind, sind die Vorraussetzungen optimal. Die Ernte des blühenden Krautes erfolgt dann um die Mittagszeit.

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Chelidonium

Das Schöllkraut blüht vom Frühjahr bis in den Herbst hinein, mit gelben, leicht abfallenden Blütenblättern. Nach dem Abschluss der Blütezeit werden im Herbst die unterirdischen Teile der gelben Milchsaft führenden Pflanze ausgegraben. Diese sind orange- bis dunkelbraun und verströmen einen schwachen Geruch nach Erde. Verarbeitet werden die unterirdischen Teile im frischen Zustand.

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Cimicifuga

Die unterirdischen Teile der Traubensilberkerze werden im Frühjahr, lange bevor sich die zerbrechlich wirkenden, langen, aufrechten Blütenstände mit ihren weissen kleinen Blüten bilden können, ausgegraben. Die Blüten verströmen einen unangenehmen Geruch und werden frisch weiterverarbeitet. Die Ernte erfolgt nur bei Pflanzen, die bereits mehrere Jahre alt sind. Heimisch ist die Art in Nordamerika.

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Colchicum

Die Herbst-Zeitlose blüht mit ihren auffallenden rosafarbenen Blütensternen erst spät im Sommer oder im Herbst. Nach der Blüte zieht sich die Pflanze unter die Erde zurück um erst im nächsten Frühjahr mit ihren Blättern und dem eiförmigen Fruchtstand wieder aus dem Boden hervorzuschiessen. Im Frühjahr wird auch die giftige und unangenehm rettichartig riechende, unterirdische Knolle ausgegraben und weiterverarbeitet.

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Convallaria

In der Blütezeit, wenn die weissen, glockenförmigen Maiglöckchenblüten ihren süsslichen und angenehmen Duft verströmen, werden sie gemeinsam mit den schmalen, grünen Blättern der Pflanze geerntet und frisch verarbeitet. Das in allen Teilen giftige Maiglöckchen ist eine wärmeliebende Pflanze der Wälder und Waldränder und kommt vor allem in tieferen Lagen vor.

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Hypericum

Das Johanniskraut mit seinem weit ausladenden Blütenstand blüht zum Sonnenhöchststand. Der Blütenstand besteht aus fünfblättrigen, gelben Blüten mit leicht schiefen Kronblättern, die höchstens am Rand schwarz punktiert sind, sowie den dreistrahlförmigen Büscheln aus Staubblättern die dem Zentrum der Blüte entspringen. Besonders markant sind für die Art ausserdem ihr zweikantiger Stängel und die durch Öldrüsen hell punktierten Blätter. Verarbeitet wird das frische, blühende Kraut der Pflanze, welches sich durch einen sehr würzigen Geruch und einen bitteren Geschmack auszeichnet. Es werden nur ungefähr die obersten 30 cm geerntet.

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Mercurialis

Das Waldbingelkraut ist eine Pflanze, welche vor allem im Frühjahr in den Laubwäldern teilweise dichte Bestände bildet. Die Pflanze mit ihrem herben Geruch und dem salzig-bitteren Geschmack wird zur Blütezeit im Frühjahr geerntet und frisch verarbeitet. Bei der Ernte zeigt die Pflanze ihre Besonderheit: Bei längerer Arbeit mit dem frischen Kraut färben sich die Hände bald mit einem blauschwarzen Metallglanz.

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Petasites

Die Gewöhnliche Pestwurz, die einen etwas unangenehmen Geruch verströmt, blüht im Frühjahr. Gegen Ende der Blütezeit werden von ihr die frischen Blütenstände sowie die Blätter verarbeitet. Erst wenn die Blütezeit bereits dem Ende zugeht, erscheinen die Blätter der Pflanze. Sie können später im Jahr ausserordentlich gross werden. Von anderen Pestwurz-Arten ist die Gewöhnliche Pestwurz durch den hohlen und rinnigen Blattstiel zu unterscheiden.

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