
In einer Branche, die auf Skalierung, Standardisierung und Kosteneffizienz ausgerichtet ist, hat Ceres von Beginn an einen anderen Kurs gewählt. Nicht mehr produzieren. Besser produzieren. Nicht schneller. Sorgfältiger.
Was 1991 in der Schweiz als kleines Forschungsunternehmen begann, ist heute eine der wenigen spezialisierten Urtinkturen-Manufakturen Europas — mit 35 Jahren Erfahrung, zwei Produktionsstandorten in der Schweiz und einem Sortiment, das in jeder Apotheke und Drogerie der Schweiz erhältlich ist.
Anfang der 1980er-Jahre fragte sich der Schweizer Biochemiker und Arzneipflanzenforscher Dr. Roger Kalbermatten, ob mehr Wirkstoff wirklich mehr Wirkung bedeutet. Die Frage klingt einfach. Ihre Beantwortung war es nicht.
In intensiver Forschungsarbeit stellte Dr. Kalbermatten ein zentrales Dogma der modernen Phytotherapie infrage. Klinische Studien zeigten: Entscheidend ist nicht die Konzentration eines isolierten Wirkstoffs, sondern das vollständige Wirkspektrum der Pflanze — ihre Lebendigkeit, ihr Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe, die Integrität des pflanzlichen Wesens.
Aus dieser Erkenntnis entstand ein neues Herstellungsverfahren. Und aus dem Verfahren entstand Ceres.
Pflanzliche Wirkkraft entsteht nicht im Takt von Maschinen. Sie entsteht, wenn man der Pflanze die Zeit und Sorgfalt gibt, die sie braucht.
Ceres produziert ausschliesslich mit Frischpflanzen — geerntet zur richtigen Zeit, von Hand, aus biologischem oder biodynamischem Anbau oder aus Wildsammlung. Die Verarbeitung folgt einem patentierten Verfahren, das auf maximale Erhaltung des pflanzlichen Spektrums ausgerichtet ist: rhythmisches Mahlen in einer geschlossenen Mühle, Mazeration, mehrjährige Lagerung in temperierten Dunkelräumen.
Der Massstab ist nie der Output. Er ist die Qualität des Endprodukts. Was dazu führt, dass Ceres bewusst weniger produziert als möglich wäre — und das, was produziert wird, mit einem Aufwand herstellt, den die meisten Wettbewerber nicht zu leisten bereit sind.
Ceres produziert an zwei Standorten in der Schweiz: in Kesswil am Bodensee im Kanton Thurgau — dem Hauptsitz — und in Nax im Kanton Wallis. Beide Standorte sind auf die wesensgerechte Frischpflanzenverarbeitung ausgelegt.
Das Unternehmen wird heute von Christoph Kalbermatten, Apotheker und Sohn des Gründers, geführt. Die Verbindung von wissenschaftlicher Kompetenz, handwerklicher Tradition und familiärer Kontinuität ist prägend für die Unternehmenskultur.
Ceres-Produkte werden von Ärztinnen, Apothekern, Heilpraktikerinnen, Therapeuten und Hebammen eingesetzt — und von Menschen, die bewusst auf pflanzliche Begleitung setzen. Das Sortiment umfasst Urtinkturen, homöopathische Dilutionen, Komplexmittel, Nahrungsergänzungsmittel (DE) und Bio-Kosmetik.
Alle Präparate sind in der Schweiz in jeder Apotheke und Drogerie erhältlich. In Deutschland werden sie über die Ceres Heilmittel GmbH mit Sitz in Kerpen vertrieben.
Was Ceres antreibt, ist dabei unverändert geblieben: die Überzeugung, dass Heilpflanzen mehr sind als Rohstofflieferanten — und dass gute Arzneimittel Zeit, Hingabe und Fachkompetenz erfordern.