
Älter werden heisst nicht, weniger zu werden — es heisst, anders zu werden. Heilpflanzen für die Geriatrie begleiten diese Lebensphase mit Würde und mit dem Respekt vor der eigenen Substanz.
Das Alter trägt Geschenke mit sich, die man in jungen Jahren noch nicht kennt — Übersicht, Gelassenheit, die Fähigkeit, das Wesentliche zu unterscheiden. Es bringt aber auch Aufgaben: nachlassende Kräfte, schwerere Glieder, Durchblutung, die nicht mehr selbstverständlich ist, Gedächtnis, das sortiert werden will.
Die traditionelle Pflanzenheilkunde hat für das Alter ein eigenes Vokabular entwickelt: Pflanzen, die wärmen, ohne zu überhitzen. Die tragen, ohne zu belasten. Die anregen, ohne zu treiben. Es ist die Kunst des rechten Masses — und das Alter versteht sie oft besser als jede andere Lebensphase.
Man wird nicht alt, wenn man dem Alter mit Würde begegnet.
Im Ceres-Verständnis begleiten Pflanzen das Alter nicht als Bremse gegen das Werden, sondern als Gefährten dessen, was noch werden will. Denn das Leben hört nicht auf, sich zu entfalten — es tut es nur anders.